… Auch eigenwillig, das hier alle statt „Eröffnung“ oder „Einweihung“ von einem „Opening“ reden. Das aussagekräftige Wort „Scheiße“ ist ja ebenfalls aus der Mode gekommen. Es heißt jetzt „Shit“ oder „Fuck“ oder auch „son of a bitch“ – für die Fortgeschrittenen, die ganz besonders viele Agentenfilme in der Originalfassung gesehen haben. Ist schon schlimm, wie sehr Hollywood unser Leben beeinflusst. Meines übrigens auch.

Ich habe mir extra ein aufklappbares Handy gekauft, nachdem ich die Thrillerserie „24″ im Original auf DVD gesehen hatte. Es sieht halt irre lässig aus, wenn Jack Bauer im Kugelhagel sein Telefon aufklappt und ruft: „We do have a situation here!

Ich würde so wahnsinnig gerne einmal in meinem Leben sagen: „we do have a situaton here!“ Aber ich sage leider auch brav am Telefon: „Alles klar“, statt wie Jack Bauer: „Copy that!“ Silke und ich schwärmen von Männern, die sich im Gebrauch von Schusswaffen auskennen, den einen oder anderen Stattsfeind ausgeschaltet haben und in Gefahrensituationen Sachen brüllen wie „Stay right behind me!“ oder „I’ll get you out of here!“

Irgendwie macht das doch viel mehr her, als wenn einer sagt: „Erlauben Sie, dass ich die Rechnung übernehme?“ oder „Darf ich Ihnen meinen Schirm anbieten?“

„… , dass mich alles was angeht. Ich will nichts auslassen und ich will mir nichts einreden, ich nehme jede Verzweiflung an – wenn die Leute doch richtig verzweifelt sein könnten. Ich will mein Leben nicht billig haben, ich will auch die Liebe nicht billig haben, und für das, was mir fehlt, will ich keinen Ersatz.“

Das heißt ja, dass all die Stunden, die wir damit verbracht haben, Männer nicht zurückzurufen, umsonst waren. Die Tage, an denen wir uns durch übermäßigen Konsum von Schokocrossies und Meg-Ryan-Videos davon abhalten konnten, ihn gleich am nächsten Tag wiederzusehen. Für die Katz! Was haben wir gelitten, um sie leiden zu lassen. Wir dachten, sie würden warten – und in Wahrheit waren sie vielleicht nicht einmal zu Hause, um zu bemerken, dass wir nicht anrufen!?